Vorteile für den Lebensraum

 

Eine artenreiche standortgemäße Naturverjüngung auf Grundlage der natürlichen Waldgesellschaften kann ohne Schutzmaßnahmen erwachsen. Dafür ist ein waldgerechter Wildbestand, angepasst an den natürlichen Lebensraum, erforderlich.

 

„Der Wald zeigt, ob die Jagd stimmt“. Grundlage für die Abschlussplanung ist der Zustand der Waldvegetation. Durch Wildeinflussmonitoring, Waldbegehungen, Kontrollzäune und Vegetationsgutachten kann der Zustand des jeweiligen Biotops bestimmt und die Jagdmethoden angepasst werden.

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Vorteile für das Wildtier

Durch nachhaltiges Absenken der Wilddichte auf ein lebensraum-verträgliches Maß, wird der Wildbestand vitaler. Dies schlägt sich zum Beispiel in einem Rückgang des Befalls von Parasiten sowie anderer Wildkrankheiten (TBC) nieder und Wildbret-Gewichte und Geweihmasse steigen. 

 

Das vermehrte Vorhandensein von hochwertiger natürlicher Äsung wirkt sich ebenfalls positiv auf die Konstitution der Wildtiere aus. Fütterung der Wildtiere erfolgt nur in tatsächlichen Notzeiten, in denen Wildtiere ohne künstliche Fütterung in großer Anzahl verhungern würden. In jedem Fall wird nur wiederkäuergerechtes Raufutter verwendet. Gemeinsam mit einem nachhaltigen Bewirtschaftungskonzept des Grundeigentümers ergeben sich gute Voraussetzungen für gesunde Wildtiere in intakter Natur.

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Vorteile für den Grundbesitzer

In Liechtenstein gibt es Unstimmigkeiten zwischen Jägern und Grundbesitzern, die allzu oft auf massive Schäden in forstwirtschaftlichen Kulturen zurückzuführen sind. Der ÖJV ist bestrebt, sich in der Jägerschaft für eine zeitgemäße, nachhaltige Wild- und Waldbewirtschaftung einzusetzen. 

 

Ökologische Jagd hat die Regulierung des Wildstandes zum Wohle des gesamten Ökosystems zum Ziel. Wald und Wild sollen sich in einem ausgewogenen Verhältnis befinden und die natürliche Verjüngung in standortsangepasster Baumartenzusammensetzung ohne Schutz gedeihen können.

 

Naturnahe Wald- und Wildbewirtschaftung werden im Gegensatz zu Monokulturen und Trophäenkult werden langfristig und nachhaltig Erfolg bringen.

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Vorteile für den Naturnutzer

Durch die ökologische Jagdphilosophie bleibt die Wohlfahrts-, Erholungs- und Schutzfunktion des Waldes aufgrund des angepassten Wildbestandes für kommende Generationen weitestgehend erhalten. Die Jagd hat dafür zu sorgen, dass die Verjüngung ohne Wildschäden rasch und artenreich aufwachsen kann. Mit der Anpassung der Population an den Lebensraum sinkt auch die Zahl der Wildunfälle.

 

Der ÖJV spricht sich klar für die Zuwanderung in geeignete Lebensräume von Luchs, Bär, Wildkatze und Wolf in geeignete Lebensräume aus und steht den Entwicklungen positiv gegenüber.

 

Abschüsse von Haustieren sind grundsätzlich in der heutigen Gesellschaft grundsätzlich nicht mehr vertretbar. Hier setzt der ÖJV auf Aufklärung und weist auf eine Kastrations- bzw. Sterilisationspflicht für Katzen außer zur kontrollierten Zucht hin.

 

Wildfleisch aus freier Wildbahn ist ein hochwertiges Lebensmittel. Die Vorzüge des Wildbrets sind generell der geringe Fett- und Cholesteringehalt, der hohe Vitamin- und Mineralstoffgehalt, sowie das Wissen um den natürlichen Lebensraum des Wildes. Außerordentlich wohlschmeckend und bekömmlich, bietet es für jeden Geschmack etwas. Im Gegensatz zu Fleisch von Wild aus traditionell gefütterten Revieren kann bei der ökologischen Jagdwirtschaft eine Veränderung der Fleisch-Inhaltsstoffe beispielsweise durch Kraftfuttereinsatz bei der ökologischen Jagdwirtschaft zur Gänze ausgeschlossen werden.

 

Da Wild im Zuge der ökologischen Revierbewirtschaftung nur natürliche Äsung in Wald und Flur aufnehmen kann, bekommt das Fleisch sein einzigartiges Aroma, frei von Medikamenten oder Hormonpräparaten. Zudem wird das Wild mit bleifreier Munition erlegt.

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Vorteile für den Jäger

Der Jäger von heute hat Aufgaben, die weit über die gelegentliche Erbeutung eines einer Jagdtrophäe hinausgehen. Bei der ökologischen Revierbewirtschaftung und Bejagung ist die Anpassung des Wildbestandes an den Lebensraum oberstes Gebot. Daraus ergibt sich vermehrte Naturverjüngung und ausreichend Äsung für gesundes Wild.

 

Das Konfliktpotenzial durch Wildschäden wird minimiert und die Freude an der Jagd sowie das Naturerlebnis ohne Sorgen stehen wieder im Vordergrund. Durch Intervallbejagung, Schwerpunktbejagung und Schaffung von Ruhezonen sinkt der Jagddruck und das Wild wird wieder sichtbarer.

 

Der ÖJV ist bestrebt die Jagdmöglichkeiten für seine Mitglieder zu verbessern und organisiert im Rahmen seiner Möglichkeiten in regelmäßigen Abständen Bewegungs- und Drückjagden in verschiedenen Revieren. Bei Wildschadensproblemen in Revieren von Vereinsmitgliedern, werden auf Wunsch gemeinsam Bejagungskonzepte erarbeitet und bei Bedarf Jagden zur Wildbestands-Regulierung organisiert.

 

Jagd-handwerkliches Können, hohe Sicherheit im Umgang mit der Waffe, Schießfertigkeit, Wildbret-Hygiene, das Wissen um natürliche Vorgänge und Zusammenhänge im Lebensraum, ehrliche Angaben hinsichtlich Abschuss sowie Respekt vor den Mitgeschöpfen zeichnen den ökologischen Jäger aus. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und der aktuelle Stand wildbiologischen Wissens werden berücksichtigt.

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